Python-Fu: Variablen

Zu Beginn widmen wir uns den Variablen. Variablen sind dazu da, verschiedene Arten von Werten aufzunehmen und dynamisch Berechnungen und Funktionen auszuführen. Weitere Vorteile sind, dass Werte von Eingabefeldern übernommen werden können, die Lesbarkeit gesteigert und eine zentrale „Verwaltung“ von Variablen und ihren Werten ermöglicht wird. Es ist halt einfacher, für die Kreiszahl π (Pi) eine Variable zu definieren und zu verwenden, als immer wieder im Code „3.141592653589793238462643“ zu wiederholen.

Im laufenden Programmcode können Variablen immer mit einem neuen Wert belegt werden.

Wichtig ist, dass Variablennamen keine Leerzeichen enthalten dürfen. So ist die Variable block_a erlaubt, block a dagegen nicht.

In Python-Fu werden drei Variablentypen unterschieden:

  • String (Text)
  • Integer (Ganzzahl)
  • Float (Dezimalzahlen)

String

Stringvariablen enthalten reinen Text. Mit diesem Text lassen sich – logischerweise – keine mathematischen Funktionen wie Addition, Subtraktion oder Division ausführen.

Abb. 1: Ausgabebeispiel „Morgenröte“

Die Ausgabe von Strings muss in der Python-Konsole mit dem Befehl „print“ erfolgen. Es ist zwar auch möglich, diese mit reinen Eingabe der Variablen auszugeben, allerdings werden dann Umlaute und Sonderzeichen nicht korrekt ausgeben. Aus der „Morgenröte“ wird „Morgenr\xc3\xb6te“

Verkettung

Mehrere Textvariablen lassen sich mit dem + (Plus) zu einem String verketten. Dabei können neben den Variablen auch zusätzliche Texte eingefügt werden. Die Texte sind in Anführungszeichen eingeschlossen. Zu beachten ist dabei, dass die Variablen typgleich sein müssen und ein String sich nicht mit einem Wert verketten läßt.

Abb. 2: Ausgabebeispiel: „Verkettung“
text1 = "Guten Morgen,"
text2 = "Max Mustermann."
print text1 + " " + text2

Ausgabe: Guten Morgen, Max Mustermann.

Wiederholung

Wiederholungen lassen sich durch ein * (Mal) erreichen:

Abb. 3: Ausgabebeispiel „Wiederholung“
text1 = "Guten Morgen"
anzahl = 5
print text1 * anzahl

Ausgabe: Guten MorgenGuten MorgenGuten MorgenGuten MorgenGuten Morgen

Zahlenvariablen

Kommen wir nun zu den Zahlenvariablen. Dabei unterscheiden wir zwischen Integer (Ganzzahlen) und Float (Dezimalzahlen). Beiden ist gemein, dass man mit ihnen mathematische Berechnungen durchführen kann. Sie lassen sich addieren, subtrahieren, multiplizieren, dividieren und was es sonst noch alles an Funktionen gibt. Zu beachten ist auch, dass die Nachkommastellen durch einen . (Punkt) eingeleitet werden.

Die Zuweisung der Werte zu den Variablen erfolgt über das = (Gleichzeichen):

zahl1 = 5
zahl2 = 124
zahl3 = 124.0
pi = 3.141592653589793238462643

string1 = „5“

die Variablen zahl1 und zahl2 sind reine Integerzahlen, also Zahlen ohne Nachkommastelle, während es sich bei zahl3 und pi um den Typen Float (Dezimalzahlen) handelt. Vom Wert sind die Variablen zahl2 und zahl3 identisch.

Zu beachten ist die Variable string1. Diese enthält den Text 5 und ist somit nicht identisch mit dem Wert 5 in der Variablen zahl1. Mathematische Operationen mit diesen beiden Variablen würde zu einer Fehlermeldung oder zu einem unerwarteten Ergebnis führen.

Berechnungen

Hier wird es ein bisschen tricky. Wenn Operationen mit zwei Integerwerter durchgeführt werden, so kommt immer eine Ganzahl heraus, auch wenn diese nicht richtig ist. Das Ergebnis der Division von zahl2 und zahl1 wäre 24.8, heraus kommt aber 24.

Es bleibt ein Rest von 4, der über die Modulo-Funktion ermittelt wird. Die Funktion wird über das % (Prozentzeichen) genutzt.

Wird das Ergebnis als Dezimalzahl erwartet, muss zumindest eine der genutzten Werte als Float vorliegen.

Die Berechnungsnotation in der Zusammenfassung:

Abb. 4: Berechnungsarten
  • Integerwerte: zahl2 / zahl1 = 24
  • Modulo (Restwert): zahl2 % zahl1 = 4
  • Float (Dezimal): zahl3 / zahl1 = 24.8



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